Dienstag, 2. März 2010

Lately...

...ist so folgendes lustiges, skurriles, fragwürdiges und australientypisches passiert :)

Nyngan, 30 Grad plus, kaltes Wasser aus den Leitungen ist warm und das Lenkrad kann nur mit den Fingerkuppen stoßweise angestupst werden, zeitweise Weltuntergang durch Unwetter und starken Regenfall, Überflutungen und zunehmende Mückenplage (*bitte, einmal zum Amokläufer werden dürfen*) , nach dem Ableben von Possum Nr. 1 auf meinem Dach, macht nun Possum Nr. 2 die Nacht zum Tag und ich hab weniger Schlaf.
Auf dem Weg zum Freibad ab und an von der Polizei zum Atemtest am Nachmittag angehalten worden und Flug nach Sydney gebucht...expectiong friends, Mardi Gras and just simple City Life :)

Samstag, 20. Februar 2010

Fijiiiii-time

yay....habe gebucht, diese Woche, um mir Auszeit vom Spinnengetier und Arbeit zu gönnen...naja, und weil ich das Land verlassen muss ;-)

Am 24.März geht es von Nyngan über Sydney nach FIJI..aloha...auch wenn sie das auf Hawaii sagen.



Am 01.April geht es dann wieder zurück nach Australien, um mit dem Touristenvisum weiter zu machen, denn am 25.März ist ein komplettes Jahr seit meiner Einreise rum und somit auch mein erstes Working Holiday Visum abgelaufen...oh man, ein komplettes Jahr rum...und bevor ich mich jetzt in einer epischen Abhandlung im philosophieren über Veränderungen und dem schnellen Gang der Zeit verliere-an einem Samstag Abend-nur noch ein kurzer Aufruf...

...an alle Zahnärzte und allgemein alle, die irgendetwas in Richtung Medizin studiert haben und echte Landeier sind:
KOMMT NACH AUSTRALIEN...IHR WERDET HIER GEBRAUCHT...und soweit ich weiß, zahlt die Regierung sogar einige Dollar für das Übersiedeln von medizinischem Personal.

Nach einem Jahr Aufenthalt hier, ohne regelmäßige Check-up´s, merke ich z.B. ein Loch im Zahn und der Versuch hier in Nyngan zum einzigen Zahnarzt im Radius von ca. 200km zu gehen, scheitert an der Warteliste, die bis Mai reicht.

Autsch....

Dienstag, 16. Februar 2010

Was gibt es Neues vom Land…

...diverse Freizeitaktivitäten, die hier sehr alltäglich scheinen, wie mit dem privaten Helikopter einen Ausflug ins „nächst gelegene“ Städtchen (ca. 45min Flugzeit) an einem Samstagvormittag zu machen, um dort die Begebenheiten für die nächste Geschäftsidee für Nyngan, eine Autowaschstrasse, abzugucken.

Wie, beim Schafe scheren zu zuschauen oder abends beim BBQ auf eine Carpet-Snake zu treffen und diese dann auch zu „streicheln“. Dieses blöde Vieh hat mich aber irgendwie gestalkt: als ich am nächsten Morgen die Wellensittiche füttern wollte, schielte sie mich vom Dach aus an, da sie sich dort Unterschlupf nach der Streichelzoo Attacke gesucht hat. Cool wie ich war (aber auch nur, weil ich ihr bereits am Abend zuvor begegnet bin), habe ich den Jungs Bescheid gegeben, um sie abzutransportieren, damit ich gefälligst meiner Arbeit weiter gehen kann ;-)


Von der Redback Spider hatte ich glaube ich schon berichtet und heute Morgen bin ich quasi neben einer Huntsman Spider aufgewacht…“süß“ (Handteller groß, Beweis anbei) aber überleben durfte sie trotzdem nicht. Wir beide in einem Raum-nee, so nicht.

Des Weiteren regnet es hier mal wieder anständig, dann wieder super schwül und meine Fresse- ich werde hier noch zum Amokläufer, da mich die Mosquitos zum Wahnsinn treiben. Zwanzig Stiche am Tag sind noch wenig.

Und ja, ich höre ja schon auf mich über die Wetterbedingungen zu beschweren…Deutschland hat jetzt glaube ich bereits seit 8 Wochen oder so keine Sonne gesehen?!...hehe…Salz in die Wunde, was..ach nee, auch das ist ja mittlerweile ausgegangen ;-)

Ansonsten bin ich endlich in meinem neuen Zuhause angekommen, nachdem ich ja Woche für Woche umziehen musste, weil Farmsitting oder was auch immer die Gründe waren. Nun bin ich stolze Hausherrin eines umgebauten Campervans mit Anbau von Wohnzimmer (inkl. Fireplace), Bad und Schlafzimmer…großer Küche, Bad mit Waschmaschine und ganz toll…einem toten Possum auf dem Dach. Bääääh, war der Gestank widerlich. Ich weiß nicht, ob das Viech an meiner Fütterei verreckt ist aber drei gestandene Männer hatten arge Probleme die Überreste vom Dach zu kratzen.


Vor meiner Cabin ist nämlich eine kleine Plattform, auf die ich Salatreste legen kann und schwupps, dauert keine 2 Minuten und das kleine possierliche Possum guckt mich mit seinen süßen Augen vom Dach an. Somit sitze ich fast jeden Abend draußen und wir haben zusammen Dinner… ich habe definitiv die besseren Tischmanieren ;-)

Vor zwei/drei Wochen kamen mich dann Freunde aus Sydney besuchen und konnten am Wildlife/Countrylife teilnehmen, inkl. Wasserski-Action…ist definitiv eine Erfahrung die Zeit hier im Bush und sollte jeder mal gemacht haben, um wirklich sagen zu können, in Australien gewesen zu sein. Habe den Schritt nicht bereut, dafür schlage ich mich hier einfach zu gut ;-)

Und das folgende Video zeigt eine kurze Zusammenfassung des Weges von der Farm, auf der ich kurzzeitig gelebt habe, bis zum Park.


Nächste Woche geht es endlich mal wieder nach Sydney...ich fliege für 3 Tage rüber und werde auch endlich auf Janine und Thorben treffen...yay...we gonna rock the city ;-)

Enjoy*


Freitag, 29. Januar 2010

Video

...wird heute nichts mehr, da ich allmählich ins Bett muss, da mich der Helicopter morgen früh gegen 7 Uhr abholt. Ja, jetzt guckt nicht so...ist halt hier auf dem Land ein ganz normales Fortbewegungsmittel...zu meiner Freude...hehe :)

Bericht folgt...gute Nacht

Inetti*

latest media stuff

:..hier noch kurz ein paar Eindrücke zum MOBY Konzert und dem atemberaubenden Weg von der Farm zu meinem Arbeitsplatz :)











Überleben auf dem Land 2.Teil...

...teilweise sehr schmerzhaft.

1. Kopf an nem Gitter gestoßen, da querfeldein ins Gehege gerannt, da ich zu rattig auf die Meerschweinchen war, die hier auf der Farm gehalten werden.
2. beinahe giftig, als eine Red Back Spider quasi beinahe neben unseren Beinen unter´m Schreibtisch in ihrem Netz hing. Betonung liegt auf ´hing´.
3. nicht gefährlich aber Papa, du wirst stolz auf mich sein-ich habe mich an deine Ratschläge im Umgang mit Pferden erinnert: erst die Hand an die Pferdenüstern halten, um einander kennenzulernen
4. was dem Hengst beim Begattungsversuch der Stute die Tage vermutlich so ziemlich egal gewesen wäre. Die Family versucht gerade die Stute mit dem Hengst zu "verkuppeln", um Junge zu bekommen aber SIE sträubt sich noch ein wenig...bei der "Waffe" (sorry aber so hat es Dione ziemlich treffend skizziert) kann ich ihre Zurückhaltung oder Furcht? jedoch ein wenig verstehen.
5. HABE RÜCKEN....vom Wasserski vermutlich, gehe jetzt hier zur Massage und zum Schwimmen ins Freibad-schonendes aqua-aerobics (echt, das hat Nyngan-übrigens hier mal eine überaus reichaltige Informationsquelle <--bitte anklicken) 6. Moscitos, Moscitos, Moscitoooos.... jaja, das Landleben ist schon ne feine, anstrengende und in gewisserweise lehrreiche Sache. Nun bin ich bereits einen Monat hier und habe mich doch ganz gut eingelebt. An einigen Feierlichkeiten teilgenommen (vermutlich der Grund, warum mich wildfremde Einheimische mit meinem Namen im Supermarkt begrüßen). Nehme an den sportlichen Aktivitäten hier in Nyngan teil oder arbeite 5 Tage die Woche. Letzte Woche hatte ich dann ein einwöchiges Farm-sitting auf dem Programm, da sich Dione samt Family in ihren Urlaub verabschiedet haben. Oh man, da saß ich nun auf meiner "kleinen" Farm, mit Freddchen, Meerschweinchen, 1,5 Hunden (die halbe Portion war ein Mops-Welpe), Vögeln, Hasen, Spinnen, Wespen, Pferden... Nachdem ich allabendlich alle Türen verammelt habe und den Jacuzzi im Badezimmer entdeckt habe, hab ich mich auch ganz wohl gefühlt. Ah, zwischendrin bin ich mal kurz nach Sydney, um mein Kristinchen zu verabschieden, die wieder nach DE geflogen ist. Wir haben uns gegenseitig Karten für ein Konzert von MOBY in der Sydney Oper geschenkt....WOW, Hammer, Wahnsinn...die lange Reise dafür war es auch jeden Fall wert. Zudem konnte ich noch einige Freunde besuchen.

Und die konnten es wiederum nicht erwarten, mir in den Bush zu folgen und somit hieß ich Andrea, Iain und Kerstin letztes Wochenende Willkommen. Sie hatten ein langes Wochenende, da am Dienstag der Australia Day gefeiert wurde und ein Feiertag ist. Er steht für die Ankunft der ersten Flotte in Sydney Cove am 26. Januar 1788. An diesem Tag wird in einigen Städten Paraden durchgeführt, Feuerwerke oder eine Preisverleihung für den Australier des Jahres. Jedoch wird dieser Tag auch wiederum von einer Minderheit etwas skeptisch betrachtet, da die Landung der Briten einen beträchtlichen Einfluss auf die Ureinwohner, die Aboriginies, hätte. Man kritisiert in diesem Zusammenhang, dass der Tag letztlich die Unterwerfung der Aborigines feiert.

52 Grad, kaltes Leitungswasser kommt als warme Brühe aus dem Hahn, man kann kaum etwas anfassen, da zu heiß, aushalten ließ sich dieses Wochenende nur unterm Schattenspendenen Schirm und mit viel Wassereis im Freibad..für $2 pro Besuch. Des Weiteren haben wir uns zu bei einem 21. Geburtstag zurückhaltend wie wir sind, direkt selbst eingeladen. Die hatten eh zuviel Getränke, somit waren wir eher als tatkräftige Unterstützung anzusehen.
Jeden Abend BBQ, Bierchen und am Montag dann noch ne Runde Wasserski...yeahhh...und ich komme endlich mal dazu, ein Buch zu lesen...mir geht´s gut hier und alle kümmern sich rührend um mich. Die bringen mir sogar extra dunkleres Brot aus der nächstgrößeren Stadt mit oder Früchte, wo sie nicht so teuer sind. Die Herzensgute und Hilfsbereitschaft der Australier ist echt überragend!!!

Sonntag, 10. Januar 2010

eine Zugfahrt die ist lustig oder Überleben auf dem Land erster Teil

Wie bereits geschrieben, hatte ich mich von Sydney mit dem Zug Richtung Nyngan verabschiedet, um in Dubbo in den Bus umzusteigen. In Summe ca. 8,5h Fahrt.
Sydney zeigte sich an diesem traurigen Tag nicht gerade von der besten Seite, der Himmel weinte zu meiner Abreise, sprich es regnete wie aus Kübeln ;-)
Der Busfahrer fuhr wie´n Teufel, der uns wegen Gleisarbeiten in eine andere Stadt bringen sollte, wo wir dann den Zug Richtung Dubbo bekommen sollten...haha...ich kam in Blacktown an, hechelte mit meinem dicken Backpack die Stufen hoch und fragte mich zu meinem Zug durch und....abgefahren, vor ca. 2 min. Ich wußte es...die Australier und ihre Organisation bzw. Unbekümmertheit...how stupid. Da organisieren die extra Schienenersatzverkehr und dann schaffste deine Anschlussverbindungen nicht, weil die VOR der eigentlichen Ankunft aller Mitreisenden bereits abfahren.

Muss immer noch lachen aber immerhin haben sie dann nach bißchen hin und her ein Taxi auf deren Kosten bestellt, welches uns dann in die nächste Stadt gefahren hat, wo der Zug auf uns warten konnte...man, man. Naja, hatte noch eine nette Dame kennengelernt, mit der ich mich dann die Hälfte der Strecke unterhalten hatte. Auch sonst waren die Mitreisenden oder auch das Zugpersonal sehr freundlich.

Als ich dann im Bus saß und so durch den Bush gekutscht wurde, wurde es offensichtlich, wo ich landen werde, auch als von einem Mitreisenden das Handy klingelte und der Klingelton als ein Hahn im Morgengrauen ertönte: im Niergendwo, Bush überall, Städte verdienen den Namen Stadt nicht und haben wenn´s hoch kommt EINE Hauptstraße. Ah egal, shoppen kann ich auch irgendwann wieder in Sydney und Ruhe wollte ich ja auch ;-)

Dione, die Eigentümerin vom Park, hatte mich dann abgeholt und mir direkt die ersten Einkäufe für mein Frühstück abgenommen. Ich bezog dann also meinen Caravan, sehr abenteuerlich und lernte im Anschluss die Famile kennen.


Da wären also Dione und Jack, die den Park vor 2 Jahren gekauft haben und denen quasi ganz Nyngan gehört, dazu eine Farm mit 4.000 Hektar Land (kann dat hinkomen??), Helikopter, Fuhrpark mit xxxx Fahrzeugen, Speedboat und und und..sie haben 3 Töchter und Anita, die Cousine von Jack, ist die Managerin des Parks. Sie lebt mit ihrem Mann Ian und ihren 3 Söhnen hier im Park.

Wie es sich für so ein Städtchen gehört, war ich natürlich bereits schon vor meiner Ankunft bekannt. Meine erste Bekanntschaft mit den "locals" durfte ich dann im Supermarkt machen, wobei mich die Kassiererin sicherlich direkt ins Herz geschlossen hat-die hat mir den Schinken doppelt abgezogen und ich hab´s mitbekommen und mein Geld zurück verlangt :)
Bin voller Vorfreude in den Supermarkt, wobei ich bereits bei den vertretenden Supermarktketten ein wenig enttäuscht war. Die beiden teuersten Ketten EVER, hier in Nyngan...mein nächster Ohnmachtszustand ließ an der Gemüsetheke dann auch nicht lang auf sich warten: Avocado $3!!!!!!!!!! Erdbeeren $6!!!!!!!!! nix mit Preis-hopping und flux zum anderen Supermarkt...denn dort hat die Avocado dann $4!!!!!!!!!! gekostet. MAFIA!
Ok, nix mit Farmen und Veggie-Markets, wo du dann dein frisches Gemüse und deine Milch bekommst...auweia, mein Geld das ich hier verdiene wird dann wohl direkt ins Essen gehen :/