Freitag, 29. Januar 2010

Überleben auf dem Land 2.Teil...

...teilweise sehr schmerzhaft.

1. Kopf an nem Gitter gestoßen, da querfeldein ins Gehege gerannt, da ich zu rattig auf die Meerschweinchen war, die hier auf der Farm gehalten werden.
2. beinahe giftig, als eine Red Back Spider quasi beinahe neben unseren Beinen unter´m Schreibtisch in ihrem Netz hing. Betonung liegt auf ´hing´.
3. nicht gefährlich aber Papa, du wirst stolz auf mich sein-ich habe mich an deine Ratschläge im Umgang mit Pferden erinnert: erst die Hand an die Pferdenüstern halten, um einander kennenzulernen
4. was dem Hengst beim Begattungsversuch der Stute die Tage vermutlich so ziemlich egal gewesen wäre. Die Family versucht gerade die Stute mit dem Hengst zu "verkuppeln", um Junge zu bekommen aber SIE sträubt sich noch ein wenig...bei der "Waffe" (sorry aber so hat es Dione ziemlich treffend skizziert) kann ich ihre Zurückhaltung oder Furcht? jedoch ein wenig verstehen.
5. HABE RÜCKEN....vom Wasserski vermutlich, gehe jetzt hier zur Massage und zum Schwimmen ins Freibad-schonendes aqua-aerobics (echt, das hat Nyngan-übrigens hier mal eine überaus reichaltige Informationsquelle <--bitte anklicken) 6. Moscitos, Moscitos, Moscitoooos.... jaja, das Landleben ist schon ne feine, anstrengende und in gewisserweise lehrreiche Sache. Nun bin ich bereits einen Monat hier und habe mich doch ganz gut eingelebt. An einigen Feierlichkeiten teilgenommen (vermutlich der Grund, warum mich wildfremde Einheimische mit meinem Namen im Supermarkt begrüßen). Nehme an den sportlichen Aktivitäten hier in Nyngan teil oder arbeite 5 Tage die Woche. Letzte Woche hatte ich dann ein einwöchiges Farm-sitting auf dem Programm, da sich Dione samt Family in ihren Urlaub verabschiedet haben. Oh man, da saß ich nun auf meiner "kleinen" Farm, mit Freddchen, Meerschweinchen, 1,5 Hunden (die halbe Portion war ein Mops-Welpe), Vögeln, Hasen, Spinnen, Wespen, Pferden... Nachdem ich allabendlich alle Türen verammelt habe und den Jacuzzi im Badezimmer entdeckt habe, hab ich mich auch ganz wohl gefühlt. Ah, zwischendrin bin ich mal kurz nach Sydney, um mein Kristinchen zu verabschieden, die wieder nach DE geflogen ist. Wir haben uns gegenseitig Karten für ein Konzert von MOBY in der Sydney Oper geschenkt....WOW, Hammer, Wahnsinn...die lange Reise dafür war es auch jeden Fall wert. Zudem konnte ich noch einige Freunde besuchen.

Und die konnten es wiederum nicht erwarten, mir in den Bush zu folgen und somit hieß ich Andrea, Iain und Kerstin letztes Wochenende Willkommen. Sie hatten ein langes Wochenende, da am Dienstag der Australia Day gefeiert wurde und ein Feiertag ist. Er steht für die Ankunft der ersten Flotte in Sydney Cove am 26. Januar 1788. An diesem Tag wird in einigen Städten Paraden durchgeführt, Feuerwerke oder eine Preisverleihung für den Australier des Jahres. Jedoch wird dieser Tag auch wiederum von einer Minderheit etwas skeptisch betrachtet, da die Landung der Briten einen beträchtlichen Einfluss auf die Ureinwohner, die Aboriginies, hätte. Man kritisiert in diesem Zusammenhang, dass der Tag letztlich die Unterwerfung der Aborigines feiert.

52 Grad, kaltes Leitungswasser kommt als warme Brühe aus dem Hahn, man kann kaum etwas anfassen, da zu heiß, aushalten ließ sich dieses Wochenende nur unterm Schattenspendenen Schirm und mit viel Wassereis im Freibad..für $2 pro Besuch. Des Weiteren haben wir uns zu bei einem 21. Geburtstag zurückhaltend wie wir sind, direkt selbst eingeladen. Die hatten eh zuviel Getränke, somit waren wir eher als tatkräftige Unterstützung anzusehen.
Jeden Abend BBQ, Bierchen und am Montag dann noch ne Runde Wasserski...yeahhh...und ich komme endlich mal dazu, ein Buch zu lesen...mir geht´s gut hier und alle kümmern sich rührend um mich. Die bringen mir sogar extra dunkleres Brot aus der nächstgrößeren Stadt mit oder Früchte, wo sie nicht so teuer sind. Die Herzensgute und Hilfsbereitschaft der Australier ist echt überragend!!!

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