Donnerstag, 7. Mai 2009

WANTED...Zetzschi down under ;-)

Nach längerer Zeit auch mal wieder ein Lebenszeichen von mir.
Nein, ich bin keiner Funnelweb Spider oder giftigen Kröte zum Opfer gefallen, sondern eher der allgemeinen bescheidenen Situation der wirtschaftlichen Lage.
Nach ca. 4 Wochen störender Matratze im Wohnzimmer von Andrea war es allmählich Zeit, die Zelte dort abzubrechen und mich auf Zi
mmersuche zu begeben. Wie krass, mittlerweile bin ich sechs Wochen hier und in zwei Wochen sind es bereits 2 Monate.
Habe mich dann bei flatmatefinders.com, mit meinem Profil i
nklusive meiner Wünsche und Kriterien, registriert und diese Seite vergleicht dies dann mit den Kriterien verfügbarer Angebote. Habe dann mit einigen Angeboten Kontakt aufgenommen und hatte prompt einen Anruf von Winston, der mich dann auch prompt am Nachmittag zur Besichtigung mitgenommen hat und ich abends dann prompt einen Anruf bekommen habe, dass ich das Zimmer haben könnte.
Mittlerweile fühle ich mich in meinem neuen Heim schon recht wohl. Auch hier hatte ich rückblickend Glück, dass die eine Arbeitslose genommen haben, denn normalerweise braucht man hier Referenzen und einen Job. Ok, der Preis ist nicht ohne: AUS$ 220 pro Woche!! plus Elektrizität, Wasser und Co. Da ich noch keinen wirklichen Bezug zu den Relationen hatte, habe ich dann zugesagt. Terrasse, Pool und Meerblick habe ich von wegen Understatement eher widerwillig akzeptiert…so was von sophisticated ;-)

Zum Vergrößern einfach drauf klicken.

Wohne nun also in einem Townhouse in Cremorne, einer durchaus sehr schönen Ecke, mit Winston&Emma (typisches Sydney Pärchen) und der Renee zusammen. Nur so viel: außen hui, innen pfui…mal schauen, wie sich das so entwickelt. Letzten Endes ist es für mich eh nur ne befristete Sache aber ist eben immer wieder interessant hinter die „schönen Kulissen“ zu schauen.


Als das mit dem Zimmer klar war, hieß es: Bett kaufen! Es war nur ein großer Schrank in meinem Zimmer und ich bin ja quasi vollkommen mittelos hier her gekommen.

Habe dann im Internet nach einem Bett geschaut und auch eins gefunden. Nächstes Problem, wie bekomme ich das ohne eigenes Auto in die neue Butze.
Während ich so am überlegen war, traf ich auf meiner Joggingstrecke auf Bo. Bo stand da mit einem Truck und winkte mir in typisch australischer Freundlich- und Lässigkeit zu: „How ya doin´mate?!“ Ich habe Bo dann einfach angequatscht, ob ich ihn „buchen“ könnte…haha…seinen Truck natürlich, ob er mir helfen könnte, das Bett von A nach B zu transportieren. „No worries mate.“
Gesagt getan: ab zu dem freundlichen Ehepaar, dass das Bett verkauft hat und ab zu mir. Innerhalb von zwei Stunden (ich sag´s n
ur wieder: Distanzen in Sydney, Ampeln und Straßenführung: der berühmte Kreisel in Paris ist ne Lachnummer dagegen) haben wir das queen size bed mit Matratze und Bo´s Formel1-Erdgasauto (*tucker*puff*puff-erster/zweiter Gang war´s Maximum) in mein neues Heim gebracht.
Auch hier gibt es eine weitere bemerkenswerte Geschichte zu erzählen. Das Ehepaar war recht angetan, dass ein deutsches Mädchen das Bett gekauft hat, denn sie selbst haben deutsch/schweizerische Verwandtschaft. Auch sehr lustig, ihr Name war Isolde. Jedenfalls haben die mich direkt zum Essen eingeladen. Wow, mal ganz ehrlich, w
er würde das in DE machen???
Das Bett hatte ich dann von $250 auf $200 geschickt runtergehandelt und mittlerweile haben sie ihr Angebot von einem gemeinsamen Essen auf einen anschließenden Bushwalk erweitert.

Zwischendurch bin ich an einem Wochenende mit Katja, Freundin von Andrea, noch nach Terrigal, Central Coast, gefahren, wo wir ein bißchen die Sonne genossen haben aber eigentlich den Anzac Day ein wenig verpaßt haben.
Anzac Day ist hier ein Nationalfeiertag: „Der 25. April ist der Jahrestag der ersten Militäraktion von australischen und neuseeländischen Truppen sowie Soldaten aus Tonga im Ersten Weltkrieg – der Landung in der Türkei im Jahr 1915. Er wurde zum Gedenktag für die 60.000 australischen Opfer des Ersten Weltkrieges erklärt.“ Was bei der Internetrecherche aber ganz dezent verschwiegen wird ist, dass dieser Tag unter anderem aber auch vorzugsweise als Anlass für Trink-und Feierorgien sowie diverser einschlägig bekannter Trinkspielchen im ganzen Land genutzt wird. ;-)
Da ich eine „leichte“ Magenverstimmung hatte und mir die Rübe noch an einem Schrank in der Küche vom Hostel gestossen habe, war ich ein wen
ig außer Gefecht gesetzt und wir haben den Abend mit zwei anderen im Hostel und richtig guten Geschichten unserer Erlebnisse verbracht. Das Hostel in Terrigal ist wirklich empfehlenswert: neu, sauber, super komfortable Zimmer und günstig!! Ich habe dann endlich noch ein richtig dunkles Brot dort kaufen können (einer der Gründe, warum ich dorthin zurück möchte ;-) ), denn alle eigenen Brotbackversuche scheitern am Mehl: es ist einfach nicht dunkler hinzubekommen.
Bevor wir mich dann mit diversen Handtüchern und Bettzeugs eindecken konnten, mussten wir noch feststellen, dass irgendein Idiot den Spiegel vom Auto (Mietwagen) umgeknickt hat. Kosten: $100
Nächster Tipp für Australien: wenn ein Autokauf geplant ist, bloß nichts teures, daran hat man eh keine Freude. Am Besten eine Kiste, die bereits zerbeult ist.


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