So allmählich verlassen die Deutschen Sydney und brechen auf Richtung Norden, um dem Winter zu entfliehen. Diese Woche ist Kristin dann nach Ricci auch die Küste hoch und auch Miriam wird sich zum Ende der Woche Richtung Melbourne verabschieden. Claudia kommt dafür Mitte der Woche kurz nach Sydney zurück, nachdem sie Neuseeland unsicher gemacht hat. Das muss natürlich alles gebührend gefeiert bzw. entsprechend verabschiedet werden. Am Mittwoch werden wir daher das Bavarian stürmen und uns ein Schnitzel Dinner gönnen. ..haha…als ob ich nicht allmählich genug von der Futterei dort hätte ;-)
Was gibt es noch Wissenswertes zu den letzten Tagen? Letztes Wochenende hatte sich dann auch endlich mal die Verabredung mit dem Ehepaar geklappt, von denen ich mein Bett gekauft habe und die mich dann spontan zum Dinner eingeladen haben. Sie sind mit mir in einen Nationalpark gefahren und haben zwei Bushwalks unternommen. Haben interessante Aborigine Tracks und Plätze gesehen, sowie wieder unvergleichbare Natur.
Er ist Geologe und kennt sich daher super in der Gegend aus und sie, und nun mal wieder eine echt witzige und So-klein-ist-die-Welt-Geschichte, ist Historikerin aber auch Schriftstellerin, die u.a. vier historische Romane herausgebracht hat. Als sie dann so erzählte, dass sie unter anderem auch in Deutschland veröffentlich wurden, wobei die Übersetzung von Titel und Inhalt voll am eigentlichen Sinn vorbei sind, wollte ich natürlich unbedingt die deutschen Bücher sehen. Und tatsächlich, als ob ich es nicht geahnt hätte: diese Bücher habe ich bei meiner Oma im Regal stehen sehen.
Das war echt witzig, denn ich hatte den Namen und den Schriftzug bzw. die Art wie er auf dem Buch aussehen würde, direkt vor Augen. Jedenfalls wurde meine Annahme auch von meiner Family bestätigt: zwei der Bücher befinden sich im Repertoire meiner Mum und meiner Oma.
Zwei ihrer Bücher gewannen den Award „Romantic Book of the Year“ in Australien und wurden in AUS, USA und DE veröffentlicht. Sie gewann den Preis „Best Debut Novel“ und u.a. wurde eines der Bücher als „Best Historcial Novel“ vorgeschlagen.
An einem Abend sind wir mit einigen Leuten vom Bavarian nach der Arbeit um Mitternacht noch zu einem China-Restaurant gegangen, dass bis vier Uhr morgens auf hat. Wir haben mit acht oder zehn Leuten die Rechnung mit $600 gesprengt und sind gegen drei Uhr morgens voll gefuttert nach Hause gezogen. What a bloody life-style and eating habbits ;-)

Die Woche drauf bin ich mit Kristin und ihren Leuten ins Ivy, so ein angesagter stylischer Sydney Schuppen und Ausgehen für die Mädels in Sydney heißt: mega Highheels und Prinzessinnenkleidchen…ihr macht Euch kein Bild. Naja wie auch immer…sind dann von dort weiter in die Loft-Bar, (direkt am Hafen gelegen, mit Ausblick auf die Yachten) weil einer von den Jungs den Barkeeper kannte und hey, wer will schon den DJ kennen, wenn man den Barkeeper kennt…Holla die Waldfee gingen die Cocktails ab…und das für lau. Als Frau hast du es hier echt günstig, sobald du nicht in männlicher Begleitung bist. Stehst keine 5 Minuten an der Bar ohne Getränk und schwupps wird es dir quasi gereicht. So lernt man natürlich auch recht schnell neue Leute kennen oder aber entscheidet sich im ungünstigsten Fall für die Flucht…mit Getränk natürlich ;-)
Für die verbleibende Freizeit versuche ich mich gerade über Sportaktivitäten, wie Capoeira zu informieren. Ich spiele auch mit dem Gedanken ein paar Französischstunden zu nehmen, um in die Sprache wieder ein bisschen mehr einzusteigen, da Englisch nicht mehr das große Problem sein dürfte ;-) Man kann sich hier quasi Leute für einen German/French Swap suchen oder eine Stunde für $15, was echt nicht verkehrt ist.
Und hey, wenn ich schon zu folgenden Personenkreis gehöre, dann ist das restliche Geld da doch gut angelegt ;-)
SPIEGEL online:
Im "Regionalen Armutsatlas" werden Personen als arm eingestuft, denen weniger als 60 Prozent eines mittleren Einkommens zur Verfügung stehen. Einem Ein-Personen-Haushalt mussten dieser Rechnung zufolge 764 Euro zur Verfügung stehen, um nicht als arm zu gelten…“
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