Abends kamen dann noch Katja und Kristin dazu und schwupps, standen wir auch schon fertig gestylt in der ersten Bar in Melbourne á la Safari und Dschungelcamp-Style - nur das es im Dschungelcamp Känguruhodencocktail und keinen leckeren frischen Wein gab, den wir uns direkt auf der Terasse in einer leichten Sommerbrise gegönnt haben..haha- das Leben kann so schön sein. Wir sind dann noch auf Erkundungstour durch verschiedene Clubs, um am Samstag direkt mit der ersten
Am Montag sind wir mit dem Auto zum Mount Dandenong, der jedoch auch bereits von Familien besiedelt war. Zwischenzeitlich hatte ich mich auf die Suche nach einer alternativen Übernachtungsmöglichkeit zum Hostel umgeschaut, da die Mädels am Dienstag alle abgereist sind und ich noch bis Freitag da geblieben bin. Eine sehr witzige und empfehlenswerte Alternative nennt sich „Couchsurfing“, d.h. Menschen aus aller Welt bieten ihre Couch oder Matratze kostenlos zur Übernachtung an, um Menschen aus aller Welt kennenzulernen oder um mit ihnen einen Kaffe trinken zu gehen und die Stadt zu zeigen. Super Sache und ich wurde fündig: ich habe Dienstagabend dann mein neues Schlafzimmer mit eigenem Bad bei einer total netten Familie in Williamstown, einem niedlichen Stadtteil am Wasser, bezogen.
Am Mittwoch sind wir zusammen in ein Einkaufszentrum, Wetter war eh regnerisch, und abends habe ich ein deutsches Menü für uns gezaubert. Leckeren Salat, Erdbeeren mit Milch (wer kennt es nicht) und Frikasse: meine Omi bekäme Pippi in den Augen, wenn sie es hätte kosten können: es war super lecker. Mein erstes selbstgemachtes Frikasse, so mit Mehlschwitze und so: kein Fertigkrams, nur kurz die Anleitung aus dem Internet per Telefonansage von Kristin bekommen und ab ging´s...Danke Süße ;-).
Habe diverse Outlets für Joggingklamotten etc. abgeklappert und ein paar namenhafte Straßenzüge erkundet, so dass die Zeit unbemerkt dahin raste und ich auf einmal echt etwas Stress hatte, pünktlich zurück zu sein, um meine Sachen zu packen und weiter zu ziehen. Die letzte Nacht wollte ich im Hostel in St. Kilda verbringen. In direkter Strandnähe und von dort ließ sich ein Bus Shuttle zum Flughafen besser organisieren. Zudem hatte ich in St.Kilda noch eine Verabredung mit einem Australier, der mir bei meiner Couchsuche zwar keine Couch für den Zeitraum anbieten konnte, mir aber seine Nummer für einen Drink geschickt hatte. Nun ja, diese Option lasse ich mir natürlich nicht entgehen…bisschen Englisch quaken, Weinchen schlürfen und eine gratis Stadtführung. War ein echt schöner Abschlussabend und was soll ich sagen: Melbourne, ich komme bald wieder ;-)
Allein um den Queen Viktoria Market wegen dem dunklen Brot, naja sagen wir etwas dunkleren Brot, zu stürmen und ganz viele verschiedene leckere Dips und Tapas zu naschen. Oder einer anderen sehr guten Idee: wir hatten ein Restaurant gefunden, in dem es verschiedene Curries gab und Japanese Pancakes (sehr interessant und eher die herzhafte Variante) usw. je
Freitagabend habe ich dann nach meiner Ankunft mit Andrea lecker gekocht und ein paar DVD´s geschaut, da wir echt ein wenig kaputt waren und Samstag stand dann Joggen, lecker langes Frühstück und Wäsche waschen auf dem Programm. Ich habe die restliche Sonne genossen und abends sind wir zu der Eröffnung des Theaterstücks ihrer Mitbewohnerin gegangen: für mich nicht die beste Möglichkeit mein Englisch zu verbessern, vielleicht klappt das Verstehen nach einem Jahr besser aber es war trotzdem gut gemacht, wir hatten Freitickets und ja, es gab wieder Essen :D
Heute, am Sonntag, hat es beinahe durchgehend geregnet. Es geht langsam in den Herbst, es kühlt sich allmählich merklich ab und eigentlich sollte man sich jetzt in den Norden verkrümeln. Habe für mich jetzt aber die Entscheidung getroffen die nächste Bewerbungsrunde aktiv zu starten, d.h. die Personalvermittlungen anzurufen und mit Interviewterminen zu nerven und dann heißt es kämpfen. Bisherige Rückmeldungen waren eher mau bis gar total erfolglos.
Andrea und ich haben den Tag aber erst einmal mit Muffins backen gestartet bzw. habe ich versucht ein etwas dunkleres Brot zu backen aber das kannste echt knicken mit dem Mehl, was die nur haben. Es gibt hier sogar eine deutsche Bäckerei, Lüneburger, aber die lassen sich auch nur die Brötchen und die Brote aus Deutschland im gefrorenen Zustand einfliegen und backen das dann auf (das Zeugs entspricht diesen SB-Bäckern bei uns). Im Aldi soll es noch eine gute Brotalternative geben.
Wie dem auch sei, Andrea hat mich dann noch zu einem Lunch mit ehemaligen Kollegen von ihr mitgenommen. Bin echt für jede englische Konversation dankbar. Ich denke das Sprechen und Verstehen geht schon echt gut.