Sonntag, 31. Mai 2009

Jaja, auch so´ne Auslandserfahrung..Technologie :-/

Von der letzten Woche war ich irgendwie nicht so wirklich begeistert. Hatte einige tollpatschige Momente und dazu kommt, das sich meine externe Festplatte zerschossen hat, auf der neben den gesamten Bewerbungsunterlagen auch Fotos der letzten zehn Jahre drauf waren. Und wehe irgendjemand schreibt mir dazu etwas von: Hast du kein Back-up?
Ich hätte die Fotos einfach mal direkt in DE lassen sollen. Anyway, aufregen lohnt sich jetzt eh nicht mehr.

Das Wochenende war dann eher ruhig und erholsam, weil regnerisch :-/


Für Sontag hatten mir Isolde und John angeboten, mich mit in die Blue Mountains zu nehmen. Super, sag ich Euch. Es war zwar super nebelig und kälter als in der Stadt aber wenigstens hat uns der Regen einigermaßen in Ruhe gelassen. Naja, von oben jedenfalls…im Bush selbst waren wir von Regenwald und Wasserfällen umgeben. Vom oberen Plateau der Berge haben wir mit unserem Abstieg ins Tal begonnen und die Wege gehen über kleine Pfade, Stufen, Steine und Wasserfälle. Ich bin echt auf den Geschmack gekommen, es hat super viel Spaß gemacht und die Landschaft war wieder atemberaubend.

Der Aufstieg war dann ganz schön steil und dementsprechend schweißtreibend…puh, das Barramundi Sandwich im Anschluss und der Erdbeersmothie haben die Reserven dann wieder gut aufgefüllt. Die beiden haben mich in ein Café eingeladen, das von einer christlichen Gemeinschaft geführt wird (in Katoomba: The Common Ground). Das sollte nicht abschrecken, denn es ist so ein gemütliches, einladendes Café mit guten und gesunden Gerichten (organic und self-made, sie haben auch ihre eigene Bäckerei, so das ich den Besuch erfolgreich mit meiner Jagd nach dunklem Brot verbinden konnte..höhö ;-) )

Sie wollten mir dann noch die Felsformation Three Sisters ("Die Drei Schwestern") zeigen, das sind drei nebeneinander stehende Felsen aber es war dann wieder so nebelig und regnerisch das wir zurück gefahren sind. Haha, Gott sei Dank denn als ich so bereits am dösen war und meine müden Augen über die Wiesen auf der gegenüberliegenden Seite schweiften, erblickte ich auf einmal Rehe…NEIN,Ina umdenken…Australien…Känguruhs!!!!!! Jippieee….endlich habe ich sie mal gesehen, immer dann wenn man es echt nicht erwartet. Die haben in einer ganzen Horde auf der Wiese das frische, grüne Gras gefuttert.

Ja, so bin ich dann also wieder satt und zufrieden zu Hause angekommen. Ich werde die Beiden als nächstes dann mal ins Bavarian einladen, um ihnen auch mal den "german way of eating" nahe zu bringen.

Jedenfalls bin ich vom Bushwalking echt angetan und kann es kaum erwarten die nächste Tour zu starten und dort draussen in den Wäldern, wie auf einem Abendteuerspielplatz, rum zu turnen ;-)




Freizeitgestaltung

Heute bin ich durch Chinatown gelatscht und man glaubt es nicht. Wenn dies ja nur ein Auszug aus der Vielfalt der Kultur ist, dann weiß ich nicht genau, ob ich je nach China möchte. Ich denke die Mentalität und die Esskultur würden mich stressen, obwohl es echt schon mega interessant ist, in diesen kleinen verborgenen Läden rum zu stöbern. Habe mir voll die exotischen Sachen gekauft, um mir heute Abend mal eine kleine kulinarische Reise zu gönnen und die Sachen sind auch einfach mal mega günstig. Auf dem Weg dorthin bin ich auf einen europäischen Delikatessenladen gestoßen bzw. nannte man ihn mir so. Es war dann eher eine etwas kleinere Version davon und eher deutsch, polnisch und tschechisch ausgerichtet ABER ich habe einen großen Brotlaib für $3,90 bekommen, mit Kümmel und Anis drin…awesome, wie die Australier sagen würden ;-) Habe auch Harzer Käse und RUF Pudding gesehen. Der Harzer aber unbezahlbar: $7 und auch die Knacker gingen von erschwinglich bis teuer. Sehr interessant diese Stadt, meine Orientierung klappt auch super und naja diese englische Sprache ist manchmal einfach nur..keine Ahnung, manchmal hab ich echt ein Brett vor´m Kopf und habe das Gefühl das erste Mal in meinem Leben eine Silbe rauszubringen. Hängt wohl damit zusammen, dass man zwischendurch einfach nur mal müde von der Konzentration aufs Verstehen und Sprechen ist…na gut, die Witze dauern dann halt auch mal 5 Minuten länger ;-)

Was gibt es Neues aus Inas bunter Welt der australischen Tierchen? Bis auf die bereits erwähnten Kakerlaken und eine Kakerlake die meinte mich beim Zähe putzen erschrecken zu müssen, in dem sie hinterhältig unter´m Spiegelschrank hervor gekrochen kommt, bin ich Zeuge einer Ameisenwanderschaft im Wohnzimmer geworden-keine Ahnung was die da abtransportiert haben aber es war schon ein wenig scarry.

Am Mittwoch ist die gesamte Meute ins Bavarian zum Schnitzel-Dinner. Wie vermutet, mussten wir auch Schnaps als Dessert bestellen, der dann zusammen mit einer Glocke serviert wird, d.h. sobald der Schnaps zum Tisch gebracht wird, wird dazu eine Glocke geläutet-durchs gesamte Restaurant und während die Leute, die den Schnaps bestellt haben, eher beschämt am Tisch sitzen, flippt das restliche Restaurant vor Partylaune regelrecht aus-oder aber eben der umgekehrte Fall ;-)

So, noch etwas in eigener Sache für die Greys Anatomy und Private Practice Front:
Leider kann ich hier für meine Abendgestaltung, wenn ich dann mal zu Hause bin, kein Germanys next Topmodel gucken, weil Pro7 in anderen Ländern (vermutlich irgendwelche Lizenzrechte für Übersee) die Folgen nicht über´s Internet zulässt. Doof, naja dafür habe ich dann die australische und amerikanische Variante und die neuesten Folgen von Greys Anatomy und Private Practice…Leute, es wird hoch dramatisch :
D

So allmählich verlassen die Deutschen Sydney und brechen auf Richtung Norden, um dem Winter zu entfliehen. Diese Woche ist Kristin dann nach Ricci auch die Küste hoch und auch Miriam wird sich zum Ende der Woche Richtung Melbourne verabschieden. Claudia kommt dafür Mitte der Woche kurz nach Sydney zurück, nachdem sie Neuseeland unsicher gemacht hat. Das muss natürlich alles gebührend gefeiert bzw. entsprechend verabschiedet werden. Am Mittwoch werden wir daher das Bavarian stürmen und uns ein Schnitzel Dinner gönnen. ..haha…als ob ich nicht allmählich genug von der Futterei dort hätte ;-)


Was gibt es noch Wissenswertes zu den letzten Tagen? Letztes Wochenende hatte sich dann auch endlich mal die Verabredung mit dem Ehepaar geklappt, von denen ich mein Bett gekauft habe und die mich dann spontan zum Dinner eingeladen haben. Sie sind mit mir in einen Nationalpark gefahren und haben zwei Bushwalks unternommen. Haben interessante Aborigine Tracks und Plätze gesehen, sowie wieder unvergleichbare Natur.



Er ist Geologe und kennt sich daher super in der Gegend aus und sie, und nun mal wieder eine echt witzige und So-klein-ist-die-Welt-Geschichte, ist Historikerin aber auch Schriftstellerin, die u.a. vier historische Romane herausgebracht hat. Als sie dann so erzählte, dass sie unter anderem auch in Deutschland veröffentlich wurden, wobei die Übersetzung von Titel und Inhalt voll am eigentlichen Sinn vorbei sind, wollte ich natürlich unbedingt die deutschen Bücher sehen. Und tatsächlich, als ob ich es nicht geahnt hätte: diese Bücher habe ich bei meiner Oma im Regal stehen sehen.
Das war echt witzig, denn ich hatte den Namen und den Schriftzug bzw. die Art wie er auf dem Buch aussehen würde, direkt vor Augen. Jedenfalls wurde meine Annahme auch von meiner Family bestätigt: zwei der Bücher befinden sich im Repertoire meiner Mum und meiner Oma.
Zwei ihrer Bücher gewannen den Award „Romantic Book of the Year“ in Australien und wurden in AUS, USA und DE veröffentlicht. Sie gewann den Preis „Best Debut Novel“ und u.a. wurde eines der Bücher als „Best Historcial Novel“ vorgeschlagen.


An einem Abend sind wir mit einigen Leuten vom Bavarian nach der Arbeit um Mitternacht noch zu einem China-Restaurant gegangen, dass bis vier Uhr morgens auf hat. Wir haben mit acht oder zehn Leuten die Rechnung mit $600 gesprengt und sind gegen drei Uhr morgens voll gefuttert nach Hause gezogen. What a bloody life-style and eating habbits ;-)


Die Woche drauf bin ich mit Kristin und ihren Leuten ins Ivy, so ein angesagter stylischer Sydney Schuppen und Ausgehen für die Mädels in Sydney heißt: mega Highheels und Prinzessinnenkleidchen…ihr macht Euch kein Bild. Naja wie auch immer…sind dann von dort weiter in die Loft-Bar, (direkt am Hafen gelegen, mit Ausblick auf die Yachten) weil einer von den Jungs den Barkeeper kannte und hey, wer will schon den DJ kennen, wenn man den Barkeeper kennt…Holla die Waldfee gingen die Cocktails ab…und das für lau. Als Frau hast du es hier echt günstig, sobald du nicht in männlicher Begleitung bist. Stehst keine 5 Minuten an der Bar ohne Getränk und schwupps wird es dir quasi gereicht. So lernt man natürlich auch recht schnell neue Leute kennen oder aber entscheidet sich im ungünstigsten Fall für die Flucht…mit Getränk natürlich ;-)


Für die verbleibende Freizeit versuche ich mich gerade über Sportaktivitäten, wie Capoeira zu informieren. Ich spiele auch mit dem Gedanken ein paar Französischstunden zu nehmen, um in die Sprache wieder ein bisschen mehr einzusteigen, da Englisch nicht mehr das große Problem sein dürfte ;-) Man kann sich hier quasi Leute für einen German/French Swap suchen oder eine Stunde für $15, was echt nicht verkehrt ist.
Und hey, wenn ich schon zu folgenden Personenkreis gehöre, dann ist das restliche Geld da doch gut angelegt ;-)



SPIEGEL online:
Im "Regionalen Armutsatlas" werden Personen als arm eingestuft, denen weniger als 60 Prozent eines mittleren Einkommens zur Verfügung stehen. Einem Ein-Personen-Haushalt mussten dieser Rechnung zufolge 764 Euro zur Verfügung stehen, um nicht als arm zu gelten…“




Dienstag, 19. Mai 2009

was gibt´s Neues von der Schnitzelfront ;-)

Servus, was gibt´s Neues von der Schnitzelfront? ähm...die Highlights der Woche oder auch L'essentiel, en bref:
die 4 Stunden Arbeiten am Muttertag, in einer anderen Geschäftsstelle vom Bavarian, waren der krönende Abschluss einer sehr arbeitsintensiven Woche. Dafür gab´s ne dicke Gehaltszahlung, mit der nun auch meine letzten Vorschüsse zur Bezahlung der Mietraten und Kaution getilgt werden konnten. Und als kleines Bonbon bin ich dann Montag Morgen mit Halsschmerzen und einer verstopften Nase aufgewacht...so´n Mist-nur nicht krank werden. Es hat sich halt doch echt merklich abgekühlt, wobei es immer noch schön warm ist, solange die Sonne scheint. Wird es schattig, wird es echt frisch. Habe mich die Woche damit rumgeschlagen. Was besonders wohltuend für die Sache war, waren die stickige und trockene Luft im Restaurant. Aber egal, mittlerweile ist alles überstanden, nur mussten einige Gäste mitleiden...ein großes Entschuldigung an meine ersten Gäste am Donnerstag oder so *traurig guck*...das Bierglas ist direkt vom Tablet auf Tisch, Gast und Hose von Gast gefallen...*ups* Ansonsten große Neuigkeiten: Oleee...ab sofort kann ich auch drei Teller auf einmal tragen. Habe echt Nachhilfestunden hier zu Hause genommen, d.h. alle möglichen großen Teller ab in die Mikrowelle und dann doppelt und dreifach übereinander gestapelt, versucht zu schleppen. Die Teile im Bavarian sind echt mega schwer und super heiß. Aber irgendwie ist es in den eigenen vier Wänden immer leichter und schneller umzusetzen, als wenn ich dann mit Puls 180 vor der Essensausgabe stehe und auf die Anweisungen zum Servieren warte und los flitzen muss, weil 20 Teller da stehen.. Haha, dafür gib´bet Mukkis wie nur Arni Schwarzenegger sie kennt.
So, und hier nun auch *Trommelwirbel* das heiß ersehnte Foto in meiner Arbeitstracht und dem Fake-Ösie...



Dann hatte ich letzte Woche noch ein paar Probestunden in einem Café aber die Option habe ich dann letzten Endes doch wieder ausgeschlagen, da es mich ca. 1h Zeit kostet, dort hinzukommen, die Arbeitszeiten ein wenig mit dem Bavarian kollidieren würden und es nur läppische $13 pro Stunde für den Stress am Wochenende geben würde. Nee, nee...da check ich lieber noch die anderen Anzeigen und wenn, dann geht´s halt mit meiner Steuerrückerstattung, die man bei Ausreise bzw. bei Abschluss des Finanzjahres (hehe...Juni ist mein Monat hier) bekommt, weil man als kleiner ausländischer Backpacker direkt mit dem höchsten Steuersatz veranlagt wird, zurück nach DE und starte mit dem ersten Einkommen, dem Arbeitslosengeld, richtig fett durch ;-)

NEIN, natürlich nicht. Jetzt, da Ihr Euch alle daran gewöhnt habt, dass ich weg bin, werde ich nächste Woche meinen bereits zweimonatigen Aufenthalt hier gebührend feiern ;-) obwohl, eigentlich verabschieden wir nur ein paar Mädels, die weiter aufbrechen und Sydney verlassen. So ist das nun mal...ein Kommen und Gehen.


Ach ja und ein weiteres "Highlight": waren mit Kristin und Sandra (eine wunderbare und liebe Kollegin von einem anderen Bavarian in der Stadt) at Paddys Market und haben uns im Anschluss im Lindt Café die berühmt berüchtigte Heiße Schokolade gegönnt. Schweineteuer und naja, war ok ;-)

Die weiteren Erlebnisse vom Wochenende gibt es dann in den kommenden Tagen.

Übrigens, der Blog ist natürlich nur zur reinen Selbstbelustigung entstanden...seit wann seid Ihr alle so sprachlos?? Ich will Eure KOMMENTIERUNGEN Leute!!!!!!!!!! :-P

Schlaft gut :-*

Montag, 11. Mai 2009

kleine Belohnungen

Maaahlzeit....

man, bin ich relaxed. Hier ist es mittlerweile halb zehn Uhr abends und ich habe mich soeben in mein Zimmer verkrümelt, um noch ein wenig weiter zu entspannen..vielleicht ein wenig SPIEGEL online lesen (wie bereits erwähnt kostet das Magazin hier wöchentlich $16,50) oder´n Filmchen gucken.
Ich habe mir heute nämlich den Nachmittag mit einer einstündigen Ganzkörpermassage für $50 versüsst. Das "überragende" Trinkgeld musste direkt herhalten, um mich für die Anstrengungen der letzten Tage zu belohnen. Geilomat, hat der super massiert und ich glänze jetzt wie´ne kleine Speckschwarte, nach Kokosnus-Vanille-Massagebalsam duftend *lach*. Habe mir dann eben noch ein leckeres Abendessen mit Lachs und Salat gekocht und somit ist der Tag quasi auch schon wieder vorbei.
Speckschwarte gibt es auch im Bavarian Bier Café und heißt übersetzt: Pork Belly-süß, ne?! ;-)


Uuuund, tolle Neuigkeiten: die Post schafft es tatsächlich bis hier her, in diesem Fall wurde noch nicht mal gefilzt was das Zeug hält, was die australischen Behörden sonst sehr penibel durchziehen ;-)
Mein Führerschein ist nun auch hier, d.h. einer Tour mit einem Mietwagen oder so steht nun auch nichts mehr im Wege, sollte ich das irgendwann mal mit dem Linksverkehr hinbekommen...

Soooo, bin dann wech...ein paar schöne Tage noch. Müsste irgendwann die Tage mal Fotos bekommen, die zum Zeugnis meiner schweißtreibenden Arbeit im Bavarian geschossen wurden, zusammen mit einem Fake-Ösi im Bavarian am Muttertag in Lederhosen und nem Akzent wie der Arni Schwarzenegger ;-)

Seid lieb gegrüßt. Ina

Donnerstag, 7. Mai 2009

Freizeit in Sydney

In der letzten Woche habe ich mich dann mit Claudia, meiner früheren Mitbewohnerin aus Magdeburg hier in Sydney getroffen. Schon witzig, nach sieben Jahren treffen wir uns hier wieder. Sie ist ca. 8 Wochen hier und hat ca. 5 Wochen auf einer Farm gearbeitet und fliegt jetzt am Wochenende nach Neuseeland. Zusammen mit Miriam, sie studiert Immobilienwirtschaft und absolviert hier gerade ein Praktikum, haben wir den einen oder anderen Abend, gemütlich mit Kochen, BBQ auf ihrem Dach mitten in der City oder im Whirlpool, verbracht. Jaaaa, muss ja alles mal genutzt werden, nicht ;-)

Heute habe ich noch eine Bier Academy, die zum Einarbeitungsprogramm im Bavarian gehört…jaja, nur kein Neid, das ist harte Arbeit, mich durch alle Biersorten, die angeboten werden, durch zu trinken, bei klarem Kopf zu bleiben und im aller besten Fall alle Informationen dazu zu behalten aber ich trink gern für jeden von Euch noch einen mit *lach*.

Echt wahr, die haben mehrere Stufen zu bestehen, was sich letzten Endes auch auf deinen Stundenlohn auswirkt. Jeder Neuankömmling bekommt ein „Lehrbuch“, in dem z.B. die Manager und ihre Verantwortungsbereiche aufgelistet sind (haben in mehreren Stadtteilen Geschäftsstellen) oder generelle Verhaltensweisen, Serviervorgaben und die Unternehmensphilosophie. Am Ende steht halt immer ein Quiz und wenn du das in recht kurzer Zeit gut gemeistert hast, geht´s weiter.

Vielen lieben Dank übrigens für die überaus starke Anteilnahme in Form von Emails von Euch. Habe sogar schon ein Kärtchen hier her geschickt bekommen…Danke Sara :-*

Ich bin ja zwischendurch echt hin und wieder gerührt, was Ihr mir so schönes schreibt und oftmals kam es genau im richtigen Moment, denn auch die kürzeste Zeile baute auf und liefert Kraft!!

So, das ist dann auch meine Entschuldigung für die etwas längere Antwortzeit…höhö.

Ansonsten gab´s dann noch eine lustige Geschichte, für alle, die bei Aufregung mal schnell anfangen zu schwitzen oder so wie ich, dieses enge V-Shirt im Bavarian tragen muss, wobei hier mehr der Schwerpunkt auf eine 2er Knopfleiste am Dekolleté gelegt wird aber bitte nur einen Knopf davon zum zuknöpfen verwenden. Na ja jedenfalls biste da ja echt am rennen und es wird mega warm in dem Raum, dann am Besten immer drei große, schwere, heiße Teller tragen und das ohne Nervosität. Geht nicht: daher Tipp von einer anderen, nimm dir panty liners und kleb sie dir unter den Arm. Aha, ok-hört sich easy an…danke für den Tipp.
Ich also hoffnungsvoll in eine Apotheke und Richtung Hygieneartikel für die Frau, da sollen die angeblich zu finden sein. Hm, nichts auf den Packungen, das auf Klebeband oder ähnliches für unter-die-Arme hindeutet. Komisch, im Priceline (so wie Rossmann) außer Binden und Tampons nichts, als sie mich zu den Regalen führten. Auf Nachfrage, panty liners…to tape them under the arm (erkläre das mal, wenn du selbst nicht weißt, was das eigentlich ist) und die dann nur: hm, unter die Arme? Wird es dann nur im Supermarkt geben.

Ok, ich also in den Supermarkt und wieder lande ich vor den oben bereits genannten Bereich der Hygieneartikel und irgendwann entdecke ich das Wort panty liners auf einer Packung und tja, es ist nichts Spezielles für die Transpiration unter den Armen, irgendeine mega tolle Erfindung, es sind ganz normale, dünne…naja, für die Frau halt. Schaut einfach im Wörterbuch nach…das war echt schon wieder nur zum Lachen :D

Back to the roots, `Servus und das Schnitzel gehört aber nicht auf den Boden oder in den Nacken des Gastes...

...aber der Reihe nach :D

Es war einmal….ein heißer Tipp für alle, die demnächst planen nach Australien zu kommen, um sich einen professionellen Job zu suchen: kannste knicken. Sofern man auf Recruiter angewiesen ist, d.h. man hat für Australien noch keinen Job in der Tasche und muss dann selbst los und sich überall vorstellen, kann ich eine Erfolgsquote von 0% prophezeien. Es sei denn, man sucht im Gesundheits-. Lehramt- oder Handwerkerbereich.

Ich habe nun mittlerweile meine Bewerbungen in vielerlei Richtungen verschickt und auch recht viele Kontakte so unter der Hand über bereits arbeitende Einheimische bekommen, die freundlicherweise meine Unterlagen auch weitergeleitet haben aber NICHTS!!!!!!!!!!!!
Von den Personalvermittlungen kommen nur Absagen, denn die Firmen sparen halt auch überall und inserieren online oder direkt auf der deren Homepage, da viele den Arbeitsmarkt stürmen, auf Grund von Personalabbau, und sie sich derzeit super günstig der gut qualifizierten Einheimischen bedienen kö
nnen. Warum einen Ausländer nehmen? Zudem noch auf einem Work&Travel Visa unterwegs. Ich habe noch nicht mal die Gelegenheit für ein persönliches Gespräch von Angesicht zu Angesicht bekommen, wie es eigentlich mal zugesagt wurde!! Alles per Telefon und dann darfste dich belehren lassen, dass Australien auf eine Arbeitslosenquote von 6% zusteuert, höher als in UK. Ja danke, ich komme aus DE.
Anyway, ich habe dann eben anders weitergemacht. Habe meinen Lebenslauf geschnappt und bin los gezogen. Habe mir ein paar Läden raus gepickt, in denen ich arbeiten wollen würde bzw. die vielleicht einen europäischen Bezug haben (Stärken-Schwächen Analyse ;-)) und bin prompt am gleichen Tag noch fündig geworden, was nicht jeder in der derzeitigen Situation behaupten kann- Glück gehabt.
Haha, und was ist es geworden…das Bavarian Bier Cafe (Bayerisches Bier Cafe).
http://www.bavarianbiercafe.com.au/getdoc/08082c04-bc29-42da-bb47-4706d89fbb63/York.aspx.

Bin da reingelatscht und konnte direkt einer Deutschen meinen Lebenslauf in die Hand drücken und fünf Minuten später kam der Rückruf für ein kurzes Interview. Sie benötigten jedoch unbedingt ein Ausschankzertifikat für den Bundesstaat New South Wales, dann könnte ich direkt anfangen- Hallo? Ich komme aus Deutschland, das m
üsste als Referenz doch reichen ;-)

Egal, habe mich am nächsten Tag zu der Schulung angemeldet und pünktlich zum 01.Mai hatte ich meine erste Schicht: was die Sache ein wenig spannend gemacht hat, es war direkt eine Doppelschicht und es war freitags. Ole, oder auch nicht..egal, ich bekomme einen moderaten Stundenlohn und bekomme auch mal ein Schnitzel oder Bretzeln oder ein deutsches Bier for free ;-) Die knapp 20 Stunden werden reichen, um meine Miete zu zahlen und bißl Essen, so dass ich meine Ersparnisse hoffentlich nicht allzu sehr einbinden muss, was schon mal super wäre. Jeden
falls serviere ich die Teller und die Getränke und poliere zwischendurch Besteck, Geschirr und zum Verbergen meiner Professionalität kippe ich den Kunden ihr Schnitzel in den Nacken, weil ich noch zu viel Schwung im Arm habe ;-) So´n Scheiß…diese blöden Schnitzel-Latschen haben echt keinen Grip auf den Tellern und plumps, da lag es dann zu meinen Füßen.

Da ich dennoch nicht den Ehrgeiz verliere weiter zu machen bzw. ich diesen Job nur als Übergang ansehe, werde ich mir wieder meine Bewerbungen schnappen und die vielen anderen Recruiting Agencies mit meinen Unterlagen bombardieren und anschließend noch anrufen werde. Du bist den Australiern echt auf die Füße treten und Geduld haben. Damit Miete und Handykosten nicht das ganze hart verdiente Geld auffressen, werde ich mir jetzt so einen Zugang mit einer Festnetznummer zulegen, was wesentlich günstiger ist. Die locken hier zwar mit günstigen Angeboten wie, kaufe einen Prepaid-Credit für $30 mit einem absoluten Wert für $150 aber wenn du damit dann auf dem Handy anrufst, gehst du an den Gebühren zu Grunde. SMS ist mega billig, auch nach DE. Sobald ich meine Festnetznummer habe bekommt Ihr die nächsten Instruktionen ;-) .

Sooo, und nun zum spannenden Punkt, auf den alle warten, nachdem Ihr Euch durch diese kleine epische Abhandlung erfolgreich durchgekämpft habt: die daraus gewonnenen Erfahrungswerte, wie folgt:

Bescheidenheit, man lernt die kleinen Dinge besser zu schätzen. Braucht man jeden Tag einen Cappuccino (allein schon aus gesundheitlichen Gründen und dem ganzen Zucker) und einen Muffin?
Der Umgang mit dem Geld ist ein anderer, jedenfalls dann, wenn man sich in meiner Situation befindet. Kommt man von einem Geldgeber zum anderen ist das sicherlich anders aber diese Erfahrungen, die A***backen zusammen zu kneifen und sein eigenes Steuer in die Hand zu nehmen, sind dennoch wertvoll, sie helfen dir gestärkt aus einer Sache heraus zu kommen und bei Misserfolg trotzdem weiter zu machen. Mich stachelt das jedenfalls eher an ;-)

Ein weiterer Erfahrungspunkt, der aufbaut, Familie und Freunde zu haben, die unterstützen. Auch wenn ich aufpassen muss, das mich mein eigener Ehrgeiz nicht kaputt macht, denn wer kann sich mit dem Gedanken schon anfreunden, zu rekapitulieren? Was ich sicherlich nicht machen werde, bis ich nicht die allerletzte Möglichkeit genutzt habe…andere Stadt, Farmarbeit (auch ne Erfahrung aber auf jeden Fall ne gut bezahlte Sache) und hey, zurück in DE kann ich immer noch sagen, ich war Supervisor im Bavarian Bier Cafe, da ich raus aus DE und meinem normalen Office Job wollte, um es mal in einer typisch amerikanischen Sichtweise auszusprechen, alles „etwas“ positiver auszuschmücken…hey, auch hier wieder ein guter Lerneffekt UND Geduld. Meine Family weiß was bei mir Geduld heißt..zeig mal,… nun gib´s schon her ;-)

Sprache ist auch gut, wird dann noch besser durch den Job und mein Gedächtnis wird auch trainiert- wieder mehrere Haken auf meiner Liste ;-)


Ach ja, und die Chinesen/Japaner flippen regelrecht aus, wenn sie ein dickes Schnitzel vor die Nase gesetzt bekommen. Die kommen echt in Scharen und was darf nicht fehlen? *knippsknipps*

Ansonsten ist die Qualität, naja…meinte auch der deutsche Koch. Allgemein dürfte nach unserem Verständnis, was sie hier in Australien als Würstchen verkaufen, nicht mal den Namen Würstchen verdienen. Sie haben aber immerhin Thüringer, Nürnberger, Frankfurter und richtiges gutes deutsches Bier, das ich mir nach einer anstrengenden Schicht rein zwitscher :D

Kurzer Exkurs zum australischen Trinkverhalten: zum Mittagessen unter der Woche 1l Bier pro Person oder eine Flasche Wein und das wird dann abends oftmals fortgesetzt. Die Australier haben meines Erachtens echt ein Problem mit Drogen und Alkohol, vermutlich auch mit ihren Essgewohnheiten.

Kleiner Exkurs: Einstellung zur Nacktheit. In einer Umkleide eines Fitnessstudios hier in Sydney läuft das in etwa so ab: Handtuch umbinden und dann á la David Copperfield möglichst unauffällig den BH über´m Handtuch anziehen und vom Rest brauch ich erst gar nicht berichten, ich habe dann irgendwann weggeschaut, sonst hätte ich laut los gelacht. Draußen laufen sie dann in den kürzesten Miniröcken rum.
Ach ja, vermeidet es nackt in die Sauna zu gehen, so wie es beinahe getan habe. Nachdem ich Zeuge dieses Umkleidemanövers wurde, dachte ich mir dann bald ähnliches für die Sauna. Ich wurde in meiner Annahme bestätigt: da sitzen dann alle in Badehose und Bikini/Badeanzug.

WANTED...Zetzschi down under ;-)

Nach längerer Zeit auch mal wieder ein Lebenszeichen von mir.
Nein, ich bin keiner Funnelweb Spider oder giftigen Kröte zum Opfer gefallen, sondern eher der allgemeinen bescheidenen Situation der wirtschaftlichen Lage.
Nach ca. 4 Wochen störender Matratze im Wohnzimmer von Andrea war es allmählich Zeit, die Zelte dort abzubrechen und mich auf Zi
mmersuche zu begeben. Wie krass, mittlerweile bin ich sechs Wochen hier und in zwei Wochen sind es bereits 2 Monate.
Habe mich dann bei flatmatefinders.com, mit meinem Profil i
nklusive meiner Wünsche und Kriterien, registriert und diese Seite vergleicht dies dann mit den Kriterien verfügbarer Angebote. Habe dann mit einigen Angeboten Kontakt aufgenommen und hatte prompt einen Anruf von Winston, der mich dann auch prompt am Nachmittag zur Besichtigung mitgenommen hat und ich abends dann prompt einen Anruf bekommen habe, dass ich das Zimmer haben könnte.
Mittlerweile fühle ich mich in meinem neuen Heim schon recht wohl. Auch hier hatte ich rückblickend Glück, dass die eine Arbeitslose genommen haben, denn normalerweise braucht man hier Referenzen und einen Job. Ok, der Preis ist nicht ohne: AUS$ 220 pro Woche!! plus Elektrizität, Wasser und Co. Da ich noch keinen wirklichen Bezug zu den Relationen hatte, habe ich dann zugesagt. Terrasse, Pool und Meerblick habe ich von wegen Understatement eher widerwillig akzeptiert…so was von sophisticated ;-)

Zum Vergrößern einfach drauf klicken.

Wohne nun also in einem Townhouse in Cremorne, einer durchaus sehr schönen Ecke, mit Winston&Emma (typisches Sydney Pärchen) und der Renee zusammen. Nur so viel: außen hui, innen pfui…mal schauen, wie sich das so entwickelt. Letzten Endes ist es für mich eh nur ne befristete Sache aber ist eben immer wieder interessant hinter die „schönen Kulissen“ zu schauen.


Als das mit dem Zimmer klar war, hieß es: Bett kaufen! Es war nur ein großer Schrank in meinem Zimmer und ich bin ja quasi vollkommen mittelos hier her gekommen.

Habe dann im Internet nach einem Bett geschaut und auch eins gefunden. Nächstes Problem, wie bekomme ich das ohne eigenes Auto in die neue Butze.
Während ich so am überlegen war, traf ich auf meiner Joggingstrecke auf Bo. Bo stand da mit einem Truck und winkte mir in typisch australischer Freundlich- und Lässigkeit zu: „How ya doin´mate?!“ Ich habe Bo dann einfach angequatscht, ob ich ihn „buchen“ könnte…haha…seinen Truck natürlich, ob er mir helfen könnte, das Bett von A nach B zu transportieren. „No worries mate.“
Gesagt getan: ab zu dem freundlichen Ehepaar, dass das Bett verkauft hat und ab zu mir. Innerhalb von zwei Stunden (ich sag´s n
ur wieder: Distanzen in Sydney, Ampeln und Straßenführung: der berühmte Kreisel in Paris ist ne Lachnummer dagegen) haben wir das queen size bed mit Matratze und Bo´s Formel1-Erdgasauto (*tucker*puff*puff-erster/zweiter Gang war´s Maximum) in mein neues Heim gebracht.
Auch hier gibt es eine weitere bemerkenswerte Geschichte zu erzählen. Das Ehepaar war recht angetan, dass ein deutsches Mädchen das Bett gekauft hat, denn sie selbst haben deutsch/schweizerische Verwandtschaft. Auch sehr lustig, ihr Name war Isolde. Jedenfalls haben die mich direkt zum Essen eingeladen. Wow, mal ganz ehrlich, w
er würde das in DE machen???
Das Bett hatte ich dann von $250 auf $200 geschickt runtergehandelt und mittlerweile haben sie ihr Angebot von einem gemeinsamen Essen auf einen anschließenden Bushwalk erweitert.

Zwischendurch bin ich an einem Wochenende mit Katja, Freundin von Andrea, noch nach Terrigal, Central Coast, gefahren, wo wir ein bißchen die Sonne genossen haben aber eigentlich den Anzac Day ein wenig verpaßt haben.
Anzac Day ist hier ein Nationalfeiertag: „Der 25. April ist der Jahrestag der ersten Militäraktion von australischen und neuseeländischen Truppen sowie Soldaten aus Tonga im Ersten Weltkrieg – der Landung in der Türkei im Jahr 1915. Er wurde zum Gedenktag für die 60.000 australischen Opfer des Ersten Weltkrieges erklärt.“ Was bei der Internetrecherche aber ganz dezent verschwiegen wird ist, dass dieser Tag unter anderem aber auch vorzugsweise als Anlass für Trink-und Feierorgien sowie diverser einschlägig bekannter Trinkspielchen im ganzen Land genutzt wird. ;-)
Da ich eine „leichte“ Magenverstimmung hatte und mir die Rübe noch an einem Schrank in der Küche vom Hostel gestossen habe, war ich ein wen
ig außer Gefecht gesetzt und wir haben den Abend mit zwei anderen im Hostel und richtig guten Geschichten unserer Erlebnisse verbracht. Das Hostel in Terrigal ist wirklich empfehlenswert: neu, sauber, super komfortable Zimmer und günstig!! Ich habe dann endlich noch ein richtig dunkles Brot dort kaufen können (einer der Gründe, warum ich dorthin zurück möchte ;-) ), denn alle eigenen Brotbackversuche scheitern am Mehl: es ist einfach nicht dunkler hinzubekommen.
Bevor wir mich dann mit diversen Handtüchern und Bettzeugs eindecken konnten, mussten wir noch feststellen, dass irgendein Idiot den Spiegel vom Auto (Mietwagen) umgeknickt hat. Kosten: $100
Nächster Tipp für Australien: wenn ein Autokauf geplant ist, bloß nichts teures, daran hat man eh keine Freude. Am Besten eine Kiste, die bereits zerbeult ist.